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Magie der Pflanzen

THEMA DER WOCHE WOCHE PRAKTISCHE ANWENDUNG
Der Backster- Effekt   1   Sprechen Sie mit Ihren Pflanzen!
Planetenbäume   2   Stellen Sie Ihren eigenen Denkstein her!
Die spagyrische Hochzeit   3   Holen Sie die Alchimie in Ihre Hausapotheke!
Die Ohren der Pflanzen   4   Spielen Sie Ihren Zimmerpflanzen doch was vor!
Zauberwasser   5   Water - and the show goes on!
Pflanzen der Liebe   6   Bereiten Sie sich und Ihrem Partner ein Liebesbad!
Bäume - Helfer in Seelennot   7   Suchen Sie Ihren persönlichen Baum!
Die Macht der Stunde   8   Pflücken Sie die Pflanze zur rechten Zeit!
Pflanzen können heilen   9   Erklären Sie der Heilpflanze, wozu Sie sie brauchen!
Die Wiese spricht   10   Achten Sie auf die Signatur der Pflanze!
Wünschelrute und Pendel   11   Stellen Sie sich Ihr eigenes "Wunschpendel" her!
Wider die Sünde   12   Ein Bierchen in Ehren soll niemand verwehren!
Pflanzengeister   13   Beobachten wir unseren Garten genau!
Neunkräutersuppe   14   Jagen Sie den Winter aus Ihren Knochen!
Berufskräuter - gegen die Berufung   15   Stecken Sie den Palmzweig ans Kreuz!
Das Allheilmittel   16   Neun magische Kräuter halten Sie gesund!
Hexenkräuter   17   Erkennen Sie die Hexen im Dorf!
Liebschaften und Feindschaften   18   Arrangieren Sie die Beziehungen im Gartenbeet!
Symbolik der Pflanzen   19   Schenken Sie Maiglöckchenduft zum Muttertag!
Der Mensch- eine umgestülpte Pflanze   20   Entfernen Sie Ihre Warze mit der Blatt- Pflanze!
Die Kraft der Nahrung   21   Leben Sie im Einklang mit der Natur!
Himmlische Düfte   22   Legen Sie sich doch wieder einmal in eine Wiese!
Die Kräuter der Frauen   23   Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib!
Das Geheimnis der Linde   24   Kapieren und kopieren!
Depressionen ade   25   Machen Sie sich Ihre eigene Johanniskraut- Tinktur!
Sie liebt mich - sie liebt mich nicht   26   Befragen Sie Ihr Schicksal!
Der Garten der Hekate   27   Lernen Sie unsere giftigsten Pflanzen kennen!
Die Blumensprache   28   Lassen Sie die Blumen sprechen!
Zaubersprüche   29   Pflücken Sie singend Ihre Heilpflanze!
Keltenbäume   30   Wandern Sie zum Mittelpunkt der Welt!
Der grüne Daumen   31   Werden Sie Gärtner/ -in des Jahres!
Das Kräuterbüschel   32   Schlafen Sie gut - Sie haben es sich verdient!
Von Elfen und Nachtschratten   33   Machen Sie den Plagegeistern den Garaus!
So heilt Gott   34   Bereiten Sie den Herzwein nach Hildegard!
Magische Pflanzenvermehrung   35   Zaubern Sie mit Efeu- Stecklingen!
Das Tier in der Pflanze   36   Machen Sie "Jagd" auf die Tiere der Pflanzen!
Schmarotzer & Co.   37   Sehen Sie Erbsen und Bohnen mit anderen Augen!
Pflanzen, die andere brauchen   38   Gehen Sie wieder mal "i d'Schwümm" !
Wie der Herbst die Farben mischt   39   Lassen Sie sich die Herbstfarben nicht stehlen!
Der Mond in den Sternen   40   Gärtnern Sie mit Mond und Sternen!
Hexensalben   41   "Fliegen" Sie nach Ute York!
Der Totenbaum   42   Nutzen Sie die positiven Kräfte!
Samhain   43   Danken Sie für die Gaben des Sommers!
Der Baum der Weisen   44   Backen Sie sich Ihr Sonnenbrot!
Die unheimliche Macht der Pflanzen   45   Achten Sie das Alltägliche!
Seelenheil - Heilen mit Seelen   46   Ein Bach voller Blüten - auch für Sie!
Die roten Blüten der Leidenschaft   47   Bekennen Sie Farbe im Alltag!
Der Frühling findet im Winter statt   48   Bringen Sie den Barbarazweig zum Blühen!
Die Pflanzen der Männer   49   Kochen Sie was das Zeug hält!
Alraune- Mutter der Magie   50   Entdecken Sie die Zauberwelt der Märchen!
Wie der Christbaum in die Stube fand   51   Schmücken Sie den Lichterbaum!
Der Atem des Universums   52   Geben Sie Silvester Ihre persönliche Duftnote!
Grünlinge, die anders sind   53   Rücken Sie den verrückten Pflanzen auf die Pelle!
 
 
 

 

1_Der Backster- Effekt

Als im Jahre 1966 der amerikanische Lügendetektor- Experte und Wissenschaftler Cleve Backster aus reiner Neugier ein Galvanometer (ein Gerät, das die Änderungen der Körperleitfähigkeit misst) an den Baum in seinem Büro anschloss, ahnte er keineswegs, welche weltbewegende Entdeckung er machen würde.

Als Mann der Praxis wusste er, dass die erfolgsversprechendste Methode, bei einem Menschen eine Reaktion auszulösen, die stark genug ist, einen Galvanometerausschlag zu verursachen, darin besteht, ihn zu bedrohen. Genau das wollte Backster mit der Pflanze tun: Er tunkte ein Blatt des Baums in eine Tasse mit heissem Kaffee. Das Messinstrument zeigte keinen nennenswerten Ausschlag. Aber als er daran dachte, das Blatt, an dem die Elektroden angebracht sind, zu versengen, da änderte sich das Diagramm in dramatischer Weise.

Sollte die Pflanze etwa seine Gedanken gelesen haben? Nachdem die Überraschung in eine wissenschaftliche Neugier umgeschlagen hatte, folgten Hunderte von Versuchen. Backster kam allmählich zur Überzeugung: Pflanzen können unsere Gedanken "lesen". Auch stellte er eine tiefe Verbundenheit zwischen pflanzlichen Lebewesen und ihren "Betreuern" fest.

Sprechen Sie mit Ihren Pflanzen!

Versuchen Sie einmal selber das Experiment. Giessen Sie die Pflanzen nicht nur - sprechen Sie mit Ihnen! Teilen Sie ihnen Ihre Wünsche und Erwartungen mit.

Aus eigener Erfahrung weiss ich: Pflanzen, die positive Gedanken empfangen, können wahre Wachstumswunder vollbringen.

Nur mit der Wirkung dieser Zwiesprache können die Erfahrungen von Findhorn (Nordschottland) erklärt werden, wo in einem überaus rauhen Klima auf magerem Dünensand Pflanzen mit Rekorderträgen gezogen werden. Positive Gedanken scheinen für die Pflanzen so etwas wie Nahrung zu sein, für die sie sich mit besserem Wachstum bedanken...

 

2_Planetenbäume

Dass der Mond gewisse Lebensvorgänge beeinflusst, wird heute kaum noch jemand bestreiten. Gewisse sensible Zeitgenossen machen aber auch eine Wirkung der Planeten auf Pflanzen, Tiere und Menschen geltend. Denken Sie nur an die Aussagen der Astrologie, an die Erkenntnisse der bio-dynamischen Landwirtschaft, an den Erfolg verschiedener Naturheilpraktiken...

Der Charakter der Planeten soll sich der Überlieferung gemäss aber auch in der Welt der Bäume finden lassen. So vermittelt die Buche, dem Saturn - Saturday -zugeordnet, dessen klare Strukturen in Form der Beeinflussung unseres Denkens zur Zielgerichtetheit und Logik hin. Der Sonntagsbaum, die Esche schenkt uns Phantasie und Kreativität; die Kirsche die unverbrauchte jugendliche Frische des Mondes (Montag) und die Eiche, dem Mars bzw. Zeus (Zischtig) geweiht, kraftvolles Verantwortungsbewusstsein.

Der Mittwochsplanet ist Merkur und damit ist bewegliches, transformierendes Denken angesagt - Ulme. Bleiben noch Donnerstag und Freitag: Jupiter (giovedi) mit seiner ruhigen Ausgeglichenheit - Ahorn - und Freia/ Venus (vendredi) mit ihrer weiblichen entspannenden Fröhlichkeit - Birke. Sieben Wochentage, sieben (alte) Planeten, sieben Charaktere, sieben Bäume, sieben Beeinflussungen unseres Denkens.

P.s. Uranus, Neptun und Pluto wurden erst in jüngerer Zeit entdeckt !

Stellen Sie Ihren eigenen "Denkstein" her!

Sägen sie von einem kräftigen Ast des Planetenbaums Ihrer Wahl eine Scheibe ab und spüren Sie den Wirkungen der Kräfte, die von diesem Baumteil ausgehen, auf Ihr Denken nach. Stirnseitig leicht zwischen die beiden Augen gedrückt sind die besten Ergebnisse zu erzielen.

Planeten- Denksteine sind auch bei der arbeitsstelle praktische biologie, Magdenauerstr. 56, 9230 Flawil – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhältlich.

 

3_Die spagyrische Hochzeit

Alchimie, Alchimisten - die Wörter sind für uns nicht ohne Bedeutung: man denkt da etwa an Goldmacherkunst, an den Stein der Weisen oder an ein Lebenselixir, das, wenn auch nicht unsterblich, so doch ewig jung machen soll.

Als Vorläufer unserer heutigen Chemie haben die klassischen Meister aber einiges zu bieten. Wenn wir hören, dass der bekannteste Renaissancearzt Paracelsus einen grossen Teil seiner berühmten Arzneien nach spagyrischen Methoden aufbereitete, so lässt uns das aufhorchen. Die alchimistische Arbeit vollzieht sich in 3 Stufen: Trennung, Reinigung und Wiedervereinigung. Solve et coagula: Löse und binde - so der Wahlspruch der Alchimisten.

Die Zerlegung einer Pflanze beginnt stets mit dem Auszug der ätherischen Öle, des Sulphurs - meist mittels einer Wasserdampfdestillation. Sodann wird die restliche Pflanzensuppe der Vergärung und anschliessenden Destillation unterzogen: der Merkur wird gewonnen. Was übrig bleibt, wird eingedampft. Den Schluss der Trennung bildet die totale Veraschung (Sal) des Restproduktes bei hohen Temperaturen. Reinigungsprozesse in allen Arbeitsgängen führen zu hochwertigen Endsubstanzen.

Die Wiedervereinigung der Pflanzenelemente zu einem "veredelten Ganzen" durch das Zusammenfügen von Sulphur, Merkur und Sal nennt man "spagyrische Hochzeit".

Holen Sie die Alchimie in ihre Hausapotheke!

Sie sehen, dass das Zubereiten von spagyrischen Essenzen sehr viel Fachkenntnis der Technik, entsprechende Laborgeräte und nicht zuletzt ein enormes Wissen im Bereich der Astrologie bedingt. Einfacher ist es darum, sich die "Quinta Essentia" der Pflanzen in Ihrer Drogerie oder Apotheke zu besorgen. Lassen Sie sich beraten! Die Anwendung alchimistischer Präparate im Bereich der Hausapotheke ist meines Erachtens auf jeden Fall prüfenswert...

 

 

4_Die Ohren der Pflanzen

Pflanzen sind stumm. Jedenfalls nach den althergebrachten Definitionen und unserer übereinstimmenden Vorstellung dazu. Interessanterweise reagieren Pflanzen aber auf Stimmen, Geräusche - und auf Musik. Unsere Vorfahren wussten dies und handelten dementsprechend. Bei fast allen traditionellen Pflanzen- und Ackerbauvölkern begleitet das Singen und Musizieren die Aussaat, das Hacken, das Pflegen und das Ernten.

Professor T.C. Singh, vom Botanikinstitut der Universität von Madras (Indien) stellte bei seinen pflanzenphysiologischen Untersuchungen fest, dass die Keimlinge mit Musikberieselung wesentlich schneller aus den Samenhüllen treten und kräftiger wachsen als bei Pflanzen ohne Beschallung. Dabei scheinen unsere grünen Mitbewohner bezüglich Musikgeschmack recht wählerisch zu sein: Sehr gut gedeihen sie z.B. mit dem Jazz eines Duke Ellington oder mit der Musik von Bach, Haydn, Beethoven und Schubert. Das beste Ergebnis jedoch liefern die Sitar- Klänge eines Ravi Shankar.

Totale Abneigung bekunden die Probanden in den Versuchsreihen gegenüber Rockmusik und den neusten Musikrichtungen unserer heutigen Jugend. Hauptsächlich das Schlagzeug und der monotone Bass scheint ihnen "auf die Nerven" zu gehen. Da wachsen uns doch Argumente...

Untersuchungen, die das Phänomen zu erklären versuchen, verweisen übrigens auf Teile in der Pflanzenzelle, die als eine Art Resonanzkörper auf Schwingungsfrequenzen reagieren.

Spielen Sie Ihren Zimmerpflanzen doch was vor!

Auch hier gilt es selber den Versuch zu wagen. Nur Mut! Scheuen Sie sich nicht Ihre musikalischen Gelüste nach Ländlern, Schlagern oder klassischer Musik mit Ihren pflanzlichen Lebensgenossen zu teilen. Die richtige Musik zum richtigen Zeitpunkt (und wahrscheinlich auch in der richtigen Lautstärke) machen Sie vielleicht eines Tages zur Miss - oder zum Mister "Grüner Daumen".

 

5_Zauberwasser

Eigentlich beginnt alles damit, dass Sie einen Tropfen Wasser auf einen kleinen Pflanzensamen geben. Abracadabra. Fast augenblicklich beginnt der Zauber des Lebens. Die Reservestoffe, die in der Samenhülle schlummerten, werden aktiviert, transportfähig gemacht und es vergehen nur wenige Stunden bis der Keimling austritt. Quellbewegungen begleiten den Vorgang, der den Samen in einer natürlichen Umgebung in das Erdreich schrauben würde.

Eine Wurzel wird sichtbar. Wasser ist nun nötig für die Osmose, jenen Vorgang, der die Pflanze während ihres ganzen Lebens mit Nährstoffen und Flüssigkeit aus der Umgebung versorgen wird und am Leben erhält. Die Pflanze wächst. Und mit ihr die Blätter, jene Organe, die in Zukunft dem Lebewesen die Photosynthese ermöglichen werden (die aus dem Sauerstoff der Luft und dem Wasser aus dem Erdreich Traubenzucker für den Aufbau der wesentlichen Körperbestandteile und den Betrieb des Organismus herstellt). Und dann, dann geht es erst richtig los. Wasser ist nun nötiger denn je: Als Transportmittel für Stoffe jeglicher Art, für die Erhaltung der Oberflächenspannung und die Formgebung, zur Kühlung und Aufrechterhaltung der idealen Wachstumstemperatur, für Stoffwechselreaktionen. Wasser, überall Wasser. Pflanzen bestehen meist aus über 80% dieses kostbaren Nasses.

Water – and the show goes on !

Alle Samenarten, die Keimlinge für die moderne gesunde Ernährung "anbieten", eignen sich für die Beobachtung dieser Zauberwelt. Geben Sie Kresse-, Zwiebel- oder Lupinensamen (Alfalfa) auf ein Stück Watte. Giessen Sie ein erstes Mal – und beobachten Sie genau. Zuerst mit der Lupe und dann mit "unbewaffnetem" Auge. Da läuft was ab – Stunde für Stunde, Tag für Tag. Das Wunder des Lebens zeigt sich in einer seiner schönsten Formen. Und Sie sind daran schuld – im positiven Sinn natürlich – mit Ihrem Zauberwasser.

 

6_Pflanzen der Liebe

Seit Menschengedenken und bei allen Völkern wurden und werden Pflanzen als Aphrodisiaka zur Steigerung der Lust und der Lebensfreude verwendet. Weltweit sind mehr als 1000 Gewächse bekannt, die dank ihrer magischen anregenden Wirkungen als "Pflanzen der Liebe" gelten.

Die Beweggründe für deren Verwendung sind unterschiedlich: Manche stellen die Erregung geschlechtlicher Begierde in den Vordergrund, andere wollen eine ermüdete Männlichkeit wieder zum Leben erwecken oder die Potenz steigern. Die Inder sehen in diesen Pflanzen in erster Linie Mittel, um die körperliche Liebeslust erhöhen bzw. einem Versagen der Sexualorgane vorzubeugen. Oft wurden Aphrodisiaka eingenommen, um Unfruchtbarkeit zu beheben oder um lustlosen Menschen das Reich der Erotik zu erschliessen.

Besonders die Familie der Nachtschattengewächse ist im Bereich des Liebeslebens wirksam. Nicht nur gefährliche Pflanzen wie Bilsenkraut oder Tollkirsche gehören dazu, auch verschieden Gemüse wie Tomate, Kartoffel, Aubergine, Paprika und Chilipfeffer sind hier zu erwähnen. Erstaunlicherweise liefern viele der ältesten bekannten Kulturpflanzen die besten und bewährtesten Mittel. Weinrebe, Hanf, Dattelpalme...

Viele Menschen, die zum ersten Mal ein Aphrodisiakum nehmen, sind enttäuscht. Das liegt zum einen an völlig falschen Vorstellungen und Erwartungen, andererseits an der Tatsache, dass jeder Mensch individuell anders auf diese Stimulanzien reagiert. Jeder muss in sich hineinhorchen, um zu erfahren, welches "seine" Pflanze der Liebe ist.

Bereiten Sie sich und Ihrem Partner ein Liebesbad!

Dazu vermischen Sie folgende Kräuter, geben sie in Wasser, kochen 10 Minuten aus und giessen anschliessend durch ein Sieb ab. Setzen Sie ein bis zwei Becher des Sudes dem Badewasser zu:

1 Teil (T) Muskatnuss, 10 T Rosmarin, 5 T Oregano, 10 T Pfefferminze, 4 T Wacholder (zweige), 2 T Gewürznelken.

  

7_Bäume - Helfer in Seelennot

Haben Sie auch schon Lust verspürt auf einen Baum zuzugehen, sich an ihn anzulehnen, bei ihm auszuruhen? Ein Baum ist ein Lebewesen. Wie wir. Ein Baum wirkt manchmal wärmend, manchmal kühlend. Manchmal anregend, manchmal beruhigend. Ein Baum ist ein Vermittler. Hin und wieder lässt er Träume fliessen oder er führt uns knallhart auf den Boden der Realität zurück.

Bäume haben wirkliche Kraftqualitäten. Eine Eiche stärkt nach längeren Krankheiten merklich. Eine Fichte wirkt nervenstärkend und vermittelt als Feuerbaum Wärme und das Gefühl von "hier will ich sein". Ein Apfelbaum verbreitet Fröhlichkeit, der Ahorn kühlende Ruhe. Bei einer Lärche erfahren innerlich verhärtete Menschen wahre Befreiung. Wer unkonzentriert und zerfahren ist, findet bei der Linde seinen Halt. Erle und Weissdorn sind für müde und niedergeschlagene Kämpfer der geeignete Partner. Ein Nussbaum gleicht Stimmungsschwankungen aus und eine Weide lässt uns in die Ferne schweifen...

Aber Vorsicht. In der Natur ist das Gegenteil einer Wahrheit auch wahr. So kann sich die Eigenschaft, die wir bei einem Baum suchen, sich auch mit negativem Vorzeichen zeigen.

Suchen Sie sich Ihren persönlichen Baum

Versuchen Sie aus einer Gruppe von von Bäumen oder Sträuchern (aus einer offenen, wartenden Haltung heraus) wahrzunehmen, welche Pflanze Sie anspricht. Seien Sie wachsam. Meinen Sie Ihren Partner gefunden zu haben, gehen Sie auf ihn zu. Oft reicht schon eine Berührung mit der Hand, um Sympathie festzustellen. Eingeweihte ziehen dabei Schuhe und Strümpfe aus.

Je nach Lebenslage wird es einmal dieser, einmal jener Baum sein, der Sie anspricht. Man braucht ja nicht in jeder Situation die gleiche Vermittlung.

Gleich bleibt: die Holzpflanzen sprechen unsere Sprache, die aber nur in der vorurteilslosen Begegnung mit diesen zu vernehmen ist. Die Zwiesprache wird zur heilenden Kraft.

 

8_Die Macht der Stunde

Bald ist es soweit. Wir ziehen wieder hinaus und sammeln unsere Kräuter für Küche und Hausapotheke. Wenn wir aber besonders wirksame Pflanzen ernten wollen, müssen wir einige Grundregeln beachten: Am allerwichtigsten ist sicher die genaue Bestimmung des Wildgemüses oder der Heilpflanze. Das bedeutet gleichzeitig, dass man die Giftpflanzen genau kennt, um jede Verwechslung auszuschliessen.

Die alten Kräutersammler hatten immer Ehrfurcht vor der Pflanze. Sie pflückten deswegen nie mehr, als sie brauchten und liessen immer einige stehen, damit sie sich vermehren konnten. Sie begegneten dem Kraut in einer Stimmung der Dankbarkeit. Völkerkundler berichten zudem, dass das Sammeln und Wurzelgraben immer von Dankgebeten, Liedern, manchmal sogar von Zauberformeln begleitet wird.

Pflücken Sie die Pflanze zur rechten Zeit!

Beim Studium des Pflanzensammelns stossen wir auf Regeln, die die genaue Tageszeit, den richtigen Tag, sowie Mondstellung und -phase angeben. Manche davon kommen uns heute recht seltsam vor. Versuchen wir aber bei unserer nächsten "Ernte" folgende Grundprinzipien zu beachten:

- Blätter werden am Morgen, nachdem der Tau verdunstet ist, gepflückt. Am besten ist der zunehmende Mond . - Wurzeln gräbt man in der Winterruhe bzw. in den Abendstunden, am besten bei abnehmender Mondphase, dann, wenn der Mond in einem Erdzeichen steht (Stier, Jungfrau, Steinbock ). - Blüten pflückt man, wenn sie gerade aus den Knospen hervorbrechen. Am besten kurz vor Mittag. Ebenso Früchte.

Da Pflanzen das getreue Abbild der Kräfte und Einflüsse ihrer Umwelt sind, sammle man nur gesunde Pflanzen. Also keine durchlöcherten, verfärbten oder missgebildeten Kräuter, die biochemisch Stressreaktionen signalisieren. Nur voll entwickelte Pflanzen (am besten auf Bergeshöhen oder zumindest weitab von Verkehr und Industrie gesammelt) vermitteln die volle Heilkraft - und den vollen Genuss.

 

9_Pflanzen können heilen

Diese Tatsache versetzt uns wahrscheinlich kaum in Ekstase. Und manch ein Leser mag sich wohl fragen, was dies mit Magie zu tun habe. Nun, doch einiges. Sicher: Die Pflanze heilt unter anderem durch naturwissenschaftlich genau feststellbare Wirkstoffe. Das wissen wir. Aber wissen wir auch folgendes:

Die Pflanzen heilen zudem durch eine Art "Lebenskraft", die sie von der unbelebten Materie, den Mineralien unterscheiden. (Synthetisch hergestellte Wirkstoffe wirken anders als die ursprünglichen in der Pflanze). Diese Lebenskraft bildet wie einen zweiten "Körper" des Lebewesens. Klagen nicht auch Menschen mit amputierten Gliedmassen über sogenannte Phantomschmerzen, Schmerzen an Körperteilen, über die sie physisch nicht mehr verfügen?

Diese zweite Dimension bleibt für eine gewisse Zeit (bei Pflanzen etwa ein Jahr) erhalten. Der Beweis: Nach dieser Zeit verlieren die getrockneten oder tiefgefrorenen Pflanzen stark an Wirkkraft. Mit diesem zweiten "Körper" können wir auch den Erfolg von gewissen homöopathischen Präparaten erklären, die - mathematisch gesehen - kein einziges Molekül der Wirksubstanz mehr enthalten können. Es ist eben auch hier der energetische Körper der Pflanze, der heilt. Genau so wie bei den Bachblüten- Essenzen.

Erklären Sie der Heilpflanze, weshalb Sie sie brauchen!

Ziehen wir aus dem Gesagten die Konsequenz: Es geht darum, beim wirksamen Heilen diese zweite Dimension zu erschliessen. Mit einem Gefühl der Dankbarkeit und der Sorgfalt bei der Gewinnung der Pflanze können wir dies erreichen. Erklären wir der Pflanze, wozu und warum wir sie brauchen, und sie wird uns -bei ehrlicher Gesinnung- diese, ihre Lebenskraft uneingeschränkt zur Verfügung stellen...

P.s. Für die optimale Wirkung einer Arznei ist natürlich auch die Mitarbeit des Rezipienten erforderlich: Der Glaube an eine positive Wirkung verstärkt bekanntlich den Erfolg.

 

10_Die Wiese spricht

Paracelsus hat uns vieles hinterlassen. Da ist einmal seine Sympathielehre - Gleiches wirkt mit Gleichem (Homöopathie). Auf der andern Seite die sogenannte Signaturenlehre, der er zum Durchbruch (in seiner Zeit) verholfen hatte: Ist es nicht erstaunlich, dass gelbe Pflanzen in vielen Fällen Gallenpflanzen sind (Schöllkraut, Löwenzahn), rotblühende Pflanzen oft im Blutbereich wirken (Blutweiderich, Goldmelisse), und grüne ihre vitale Lebenskraft auf den Menschen übertragen können (Brennnessel, Kalmus)? Aber auch die Form und die Beschaffenheit geben Aufschluss über die Wirkungsweise der Pflanze: Wirken nicht herzförmige Veilchenblätter gegen Herzbeschwerden, die "Augen" der Kamille bei Augenleiden, die behaarten Blätter der Brennnessel auf den Haarwuchs?

Nach Paracelsus kann das Leiden durch eine Pflanze, die eine der Krankheit ähnliche Signatur aufweist, aus dem Körper "gezogen" werden. Auch wenn er in einer Zeit lebte, "in der die Schöpfung für den Menschen da war", und auch wenn gewisse Aussagen heute ein Stirnrunzeln verursachen, so sollte man seine Erkenntnisse keinesfalls in den Wind schlagen. Vielleicht helfen uns die Anweisungen wenigstens als "Eselsleitern".

Achten Sie beim Kräutersammeln auf die Signatur der Pflanze!

Scharbockskraut ist der beste Vitaminspender in den ersten Frühlingstagen. Bereiten Sie sich einen Salat daraus und achten Sie auf folgendes:

Es hat herzförmige Blätter und wenn man durch diese hindurch schaut, zeigen sie ein feines leberähliches Gewebe. Und als Herz- und Leberpflanze steht die Feigwurz auch in der Geschichte. Die Farbe ist gelb. Also eine Bestätigung für die Wirksamkeit im Leber/ Galle- bereich. Die Pflanze schmeckt bitter: Eine Pflanze, die die Verdauung anregt. Das dunkle Grün zeigt Vitalität (Vitamine) an. Und sehen Sie nicht zuletzt auf die Wurzelknöllchen. Wie Hämorrhoiden - nicht?

 

11_Wünschelrute und Pendel

Praktisch jeder Mensch ist, nach einer gewissen Zeit der Einarbeitung, fähig mit einer Rute zu arbeiten. Je feinfühliger er die Umwelt wahrnimmt, desto präziser werden seine Rutenergebnisse. Bei diesem Vorgang werden Schwingungen, die den Rutengänger beeinflussen, mit einem sensiblen Instrument verstärkt. Hochfeinfühlige Menschen haben keinen Verstärker nötig. Bei ihnen genügt der eigene Körper als Instrument.

Als das am besten energieleitende Holz für Rutengänger haben sich die Äste des Haselnussbaums erwiesen. Es weist eine hohe Durchlässigkeit auf und schwingt sich rasch auf die gesuchten Energieströme ein. Mit ihm, allenfalls in Verbindung mit einem Pendel - mit Konzentration auf das Problem und mit einem Quäntchen Geduld - kann Erstaunliches bewirkt werden.

Dabei gilt folgendes: - Oberkörper und Rücken müssen aufrecht sein, damit die Energie über das Nervensystem fliessen kann. - Beide Füsse müssen guten Kontakt mit dem Boden haben. Die Hände sind etwa in Nabelhöhe. - Der Atem muss ruhig fliessen. Meines Erachtens eignet sich für Anfänger am besten die Grifftechnik, bei der sich die Daumen gegenüber stehen.

Stellen Sie sich Ihr eigenes "Wunschpendel" her!

Schneiden Sie von einem Haselstrauch ein y-förmiges Stück ab (50 cm). Hängen Sie an den Knotenpunkt einen Denkstein (die Kirsche eignet sich besonders gut, da sie "jugendlich und frei aller Vorurteile" ist).

Beginnen Sie mit einfachen Fragestellungen wie: Wo ist Norden, wo ist Osten und beobachten Sie dabei das Pendel genau. - Es grenzt die Richtung ein! Nach einiger Übung sind weitere Fragen möglich, wie: Wo ist dieser oder jener Gegenstand. Die Abfragen sind lautlos, mental. Mit etwas Übung finden Sie auch versteckte Gegenstände problemlos. Und dann kann's so richtig losgehen...

Für Neugierige eignen sich die Bücher "Pendel- Welten" und "Ruten- Welten" von Manfred B. Hartmann, beide im Schirner Verlag, Darmstadt erschienen.

 

12_Der Klostergarten - wider die Sünde

Wie ein Klostergarten aufgebaut ist, und was darin anzubauen ist, das wissen wir seit dem 9. Jahrhundert von Walahfried Strabo, Reichenau und dem St.Galler Klosterplan. Wir wissen auch, dass darin vorwiegend Pflanzen, die in der Bibel erwähnt wurden, wuchsen. Pflanzen zur geistigen Versenkung: Die Rose, die mit ihren 5 Kronblättern die 5 Wunden des Heilands versinnbildlichte, die weisse Lilie, Veilchen, die zur Demut mahnten und bittere Rauten als Zeichen der Reue. Viele Kräuter wiesen zudem auf die Hl. Jungfrau Maria hin. So die Mariendistel, der Rosmarin und der Frauenmantel. Heiligenkräuter ergänzten die illustre Gesellschaft.

Wir wissen ebenfalls, dass Mönche zur Bewahrung der Tugend Kräuter anbauten. Da die Sexualität als des Teufels galt, ist darüber aber wenig erhalten geblieben. Einreibungen mit Lilie-, Johanniskraut-, Wermut- und Lavendelöl nach dem Bad waren höchstwahrscheinlich.

Die Namen der Pflanzen zur Abtötung der Fleischeslust sind aber in der Literatur nur zwischen den Zeilen zu finden: so der Mönchspfeffer (auch Keuschlammstrauch genannt), Lattich, Teichrose, Hirtentäschel, Baldrian und vor allem der Hopfen sind auszumachen.

Wer nun aber meint, die Klosterbrüder hätten die Kunst des Bierbrauens entwickelt, um sich den Versuchungen Satans zu entziehen, der irrt gewaltig. Damals wurde nämlich dem Bier statt Hopfen Bilsenkraut (Pilsen) zugesetzt - und das ist eines der wirkungsvollsten Aphrodisiaka, die wir heute kennen...

Ein Bierchen in Ehren - soll niemand verwehren!

Gegen sexuelle Übererregbarkeit kann man sich heute in jedem Lebensmittelgeschäft problemlos eindecken. Bier, das heute eigentlich immer nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 gebraut wird, in dem der Hopfen als Bestandteil obligatorisch ist, kann in solchen Fällen billig "medizinische Hilfe" leisten.

 

13_Pflanzengeister

Glauben Sie an Geister? Als aufgeklärter Mensch - so werden Sie sicher antworten - ist das unseriös. Ereignisse "besonderer Art" können doch letztlich auf wissenschaftliche Phänomene zurückgeführt werden!

"Ubi malum, ibi remedium!" - Wo die Krankheit, da das Heilmittel. Eine Tatsache, die Sie aber, bei allem Repekt vor Ihrer Aufgeschlossenheit, doch etwas verunsichern sollte.

Da besiedelt plötzlich ein neues "Unkraut" den Garten vor dem Haus eines schwer erkrankten Menschen - und - es ist genau diejenige Heilpflanze, derer der Kranke bedarf. Zufall - oder ist da eine Dimension im Spiel, die nicht recht in unsere ordentliche Welt hineinpasst. Plötzlich ist die Pflanze da und - hätte der Leidende noch einen guten Instinkt, die Gabe der Beobachtung oder die rechte Intuition - er würde sie erkennen.

Erinnern Sie sich: Eine Biene hatte Sie gestochen, und sie übersahen in der Panik den Spitzwegerich am Wegrand. Sie hatten mit dem Herzen Probleme und setzen sich zum Ausruhen auf eine Bank. Wissen Sie sich noch, dass sie unter einem Weissdorn stand? Vielleicht leiden Sie unter Nierenproblemen und entfernen im Garten beim Unkrautjäten gerade das Schöllkraut. Werfen Sie es nicht fort. Hier ist Ihr Heilmittel. Zufall? Nun ja...

Beobachten wir unseren Garten genau!

Es gibt viele Pflanzengeister, die auch in gesunden Tagen um unsere Gunst buhlen. Die Brennnessel schreit förmlich nach Anerkennung und zieht mit heftigen Stichen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Sie umringt menschliche Siedlungen fast penetrant und bietet sich immer wieder als Gesundheits(erhaltungs)elixier an. Auch andere Kulturfolger benehmen sich äusserst aufdringlich: Ampfer, Löwenzahn, Gänseblümchen, Gänsefuss, Gundelrebe und Vogelmiere fordern als notwendige Ergänzung unserer denaturierten, mit Giftrückständen durchsetzten, kraftlosen Nahrung zum Verzehr auf. Manchmal fast lästig. Oder? Hören wir auf diese guten Geister!

 

14_Neunkräutersuppe

Neun Kräuter waren es meist, mit denen sich unsere Vorfahren im neuen Jahr erneut mit den Lebenskräften der erwachenden Vegetation verbanden. Die Kelten personifizierten das frische Grün in der Gestalt des "Grünen Mannes", des Gefährten der Erdgöttin. Dieser stürmische Vegetationsgeist war es, der Wald, Wiese und Feld dem eisigen Winterkönig strittig machte. Auch im Christentum, als die alten Götter und der Grüne Mann längst in Vergangenheit geraten waren, hielt man an der alten Kultspeise fest. Nun löffelte man die eher bitter schmeckende Suppe vor allem in der Karwoche zum Gedächtnis an die bitteren Leiden des Heilands, als Gründonnerstagssuppe.

Die Nährflüssigkeit sollte Harn und Schweiss treiben, den Stuhlgang fördern und den Schleim in der Lunge lösen; kurz: den Winter "aus den Knochen" jagen.

Selbst in diesem Jahrhundert sind derartige "Blutreinigungskuren" gefragt. Neben Brennesseln sammelt man Scharbockskraut, Kresse und Knöterich, Vogelmiere, Gänseblümchen, Geissfuss und je nach Gegend auch noch Löwenzahn, Wegerich, Schafgarbe, Hirtentäschel oder Gundermann.

Jagen Sie den Winter aus Ihren Knochen!

Stellen Sie Ihre eigene Neunkräutersuppe zusammen. Profitieren Sie vom reichhaltigen Angebot der aufkeimenden Natur. Experimentieren Sie und lernen Sie Ihre Umgebung von einer völlig neuen (und schmackhaften) Seite kennen.

Für Unbedarfte hier mein Lieblingsrezept: Nehmen Sie die Blätter folgender neun Kräuter zu gleichen Teilen: Löwenzahn, Scharbockskraut, Brunnenkresse, Vogelmiere, Gänseblume, Geissfuss, Brennnessel, Hirtentäschel und Breitwegerich und bereiten Sie mit Bouillon eine schmackhafte Suppe daraus.

 

15_Berufskräuter - Kräuter gegen die Berufung

Bevor der eiserne Besen der Aufklärung im 18. Jahrhundert (in der Nachfolge eines Descartes und eines La Mettrie) alles Unmessbare und Unerklärbare in das Reich der Phantasten geputzt hatte, tummelten sich auf der Erde noch Elementargeister aller Arten und Gestalten: Zwerge, Kobolde, Elfen, Feen, Geister, Hexen und Dämonen. Die Welt steckte voller Magie - im Guten wie im Schlechten. Der Einsatz dieser Übernatürlichkeiten zu eigenem Nutzen - oder zum Schaden anderer - war zwar die Gabe weniger eingeweihter Kreise, die Verstärkung der positiven Naturkräfte und der Schutz gegen den Schadzauber (Berufung) jedoch die selbstverständliche Sache jedes Einzelnen. Und so stiess man an Haustüren, Giebeln, im Stall - ja sogar am eigenen Leib als Amulett getragen - immer wieder auf Zeichen zum Schutz gegen die Berufung: Auf Zweige von Eibe, Buchs, Erle, Hasel als Vertreter der Holzpflanzen. Aber auch auf Kräuter zum Schutz von Mensch und Tier vor bösen Geistern: Hexenkraut, Gänseblümchen, Johanniskraut, Weissdorn und Beifuss. Gegen den Milchzauber (Verhexung der Milch) setzte man die Gundelrebe, den Wachholder und die Brennnessel ein, gegen Blitzschlag und Feuer Linde, Birke und - Klettenbüschel. Zwei Pflanzen tragen heute noch den bezeichnenden Namen: das echte und das kanadische Berufskraut.

Stecken Sie den Palmzweig ans Kreuz!

Letzten Sonntag, am Palmsonntag, haben wir die vom Priester geweihten Palmsträusse mit nach Hause genommen und damit das Stubenkreuz geschmückt. Dahinter steckte (zumindest früher) ganz fest die Überzeugung und der Glaube daran, dass durch diese gesegneten Pflanzen - namentlich Stechpalme und Thuja - Haus und Hof vor Blitz, "Unbekannter Gefahr", Krankheiten und Verwünschungen verschont bleiben sollten.

Auch in christlicher Zeit steckt eben die Gegenwart tief in ihrer Vergangenheit drin!

 

16_Das Allheilmittel

Die Suche nach dem Allheilmittel war in allen Kulturen und Völkern eine vordringliche Aufgabe der Schamanen und Zauberer, der Alchimisten und Kräuterhexen. Die Antwort ist in verschiedenen Zeiten und Ländern immer wieder anders ausgefallen.

Teilweise ist man in einer einzelnen Pflanze (Schafgarbe, Beifuss, Mistel,...) fündig geworden. In den meinsten Fällen handelte es sich aber um eine (zum Teil streng geheime) Pflanzenzusammensetzung, die sich Pflanzenstein, Arcanum, Teriak oder Mythridatum nannte.

Das Mittel zeigte u.a. überall dort seine Wirkung, wo eine Anwendung in der Hausapotheke angezeigt war: Atemwege, Blutreinigung, Enzündungen, Rheuma, Krämpfe, Leber, Galle, Niere, Blase, Magen, Darm, Nerven, Schmerzen, Wunden, Verstauchungen, ... In meinem Fall entstand die Nona Essentia, eine Kombination von neun Kräutern.

Neun magische Kräuter halten Sie gesund!

Das Prinzip besteht aus einem Auszug der Blüten im Hellen (Hellauszug) und einem Auszug der Blätter im Dunkeln (Dunkelauszug). Als Auszugssubstanz dient ein hochwertiger Apfeltrester (50%).

Die Essenz wird mit der Prima Essentia, dem Löwenzahn, Mitte April angesetzt. Dabei werden die Blätter (vor dem Blühen der Pflanze) dem Dunkelauszug zu gleichen Teilen beigefügt - Sammelzeitpunkt: in den frühen Morgenstunden. Die Blüten werden gleich nach dem Austreiben (kurz vor dem sonnigen Mittag) gepflückt und zu gleichen Teilen dem Hellauszug zugegeben. Die Heilpflanzen sind: Schafgarbe, Gänseblümchen, Holunder, Johanniskraut, Kamille, Pfefferminze und Brennnessel. Die Nona Essentia wird mit dem Beifuss Ende September abgeschlossen.

Das Zusammengeben von Hell- und Dunkelauszug erfolgt anschliessend unter fortwährendem Schütteln. Zur inneren Anwendung genügt ein Teelöffel unter die Zunge gegeben.

Eine Bestellung der Nona Essentia ist bei der APB möglich

 

17_Hexenkräuter

Am kommenden 30. April ist Walpurgisnacht. Nacht der Geister und Hexen. Da wir unter dem Titel "Hexensalben" die wichtigsten Kräuter diesbezüglich noch kennen lernen werden, beschränke ich mich heute auf eine einzige Pflanze: Die Gundelrebe.

Als Zeichen der Verbundenheit mit der beseelten Natur flocht man sich an den besonderen Festtagen, wenn die Götter und Geister näher treten als üblich, Gundelrebenkränze ins Haar. Ein solches Gewinde zur rechten Zeit getragen, macht sensibel, ja geradezu hellsichtig. Trägt man es zur Walpurgisnacht, so wird man, der Überlieferung nach, sämtliche Hexen im Dorf erkennen können.

Eine sächsische Sage erzählt von einer Dienstmagd, die genau das tat. Am Sonntag nach Walpugis wand sie sich einen Gundelrebenkranz und begab sich zur Kirche. Zu ihrem Erstaunen sah sie, wie viele Nachbarinnen, ja sogar ihre eigene Herrin, auf Besen und Ofengabeln aus der Kirche geritten kamen. Doch die Teufelsbräute, die auf keinen Fall erkannt werden wollten, sahen das arme Mädchen mit dem Kranz im Haar, fielen über es her und schlugen es so heftig, dass es am nächsten Tag starb...

So erkennen Sie die Hexen im Dorf!

Eine Erklärung dazu können Sie mir nach den obenstehenden Zeilen doch kaum zumuten! Ich glaube, dass damit mein ganzer guter Ruf im Eimer wäre.

Machen Sie sich doch lieber in den kommenden Tagen einen schmackhaften Frühlingssalat aus den Blättern von Löwenzahn, Bärlauch, Wiesenschaumkraut, Sauerklee, Gänseblümchen, Weissdorn und Rotbuche. Mischen Sie eventuell Kopfsalat und Endivie darunter. Eine Sauce aus Kräuteressig, Joghurt, einer gehackten Zwiebel und wenig Senf, mit einer Prise Bohnenkraut, Salz, Estragon, Tymian und Schnittlauch passt vorzüglich dazu. - Und vergessen Sie nicht zum Würzen auch einige kleingeschnittene Gundelrebenblätter darunterzuziehen. Ein wahrlicher Hexenschmaus!

 

18_Liebschaften und Feindschaften

In der Welt der Pflanzen bestehen Zu- und Abneigungen in der Art wie bei uns Menschen. Pflanzenarten beeinflussen sich gegenseitig über Wurzelausscheidungen und Duftstoffe. Allgemein kann man zum Beispiel feststellen, dass Brennesseln, Taubnesseln und Schafgarben allgemein eine erfreuliche Auswirkung auf andere Kräuter und Gemüse haben. So wies man experimentell nach, dass Brennnesseln in Mischkultur mit aromatischen Kräutern deren Gehalt an ätherischen Ölen bedeutend vermehren: Bei Baldrian, bei Majoran, Salbei und Pfefferminze und vor allem bei der Engelwurz.

In Bulgarien pflanzt man Knoblauch unter die Rosenbüsche, um die Menge des edlen Rosenöls in den Blütenblättern zu erhöhen. Salbei, Lavendel, Rosmarin und Thymian wachsen im Flachland in Pflanzengemeinschaften. Sie beeinflussen sich gegenseitig positiv. Ebenso beeinflussen sich Frauenmantel, Augentrost und Quendel in den Bergen zum Wohle der ganzen Gruppe.

Asoziale Pflanzen sind hingegen Kümmel, Fenchel, Wermut und Beifuss. Sie brauchen ihr Beet für sich allein. Beinwell und Senf, Raute und Basilikum vertragen sich ebensowenig wie Pfefferminze und Kamille.

Arrangieren Sie die Beziehungen in Ihrem Gemüsegarten!

Ähnliche verborgene Beziehungen bestehen im Gemüsegarten. Schmetterlingblütler lieben Kohlgewächse; das Bohnenkraut liebt die Bohne, Basilikum die Tomate; der Knoblauch steht auf Doldenblütler; die Nessel hilft der Pfefferminze, der Kerbel dem Radieschen. Der Fuchsschwanz bevorzugt Kürbis, die Zwiebel den Sellerie; der Schnittlauch mag Petersilie und Rüebli, der Borretsch Salat und Erdbeeren. Dill hasst Rüebli; Zwiebeln hassen Bohnen und Erbsen; Sonnenblume und Topinambur mögen Kartoffeln nicht ausstehen - genau wie Tomaten.

Tja, es menschelt halt auch unter den Pflanzen.

 

19_Symbolik der Pflanzen

Viele Pflanzen sind Symbole. So steht das Maiglöckchen für Seelenreinheit und Demut. Die Christenheit sah in der Pflanze die Jungfräulichkeit Mariens bzw. das ewige Heil in Christus. Die lieblich, süss duftenden Blumen, die zu Beginn des schönsten Monats blühen sind dem Volk ein Symbol der Hoffnung auf Liebe, Glück und das Ende allen Kummers.

Stefan Lochner malte in Köln den grossen "Weltgerichtsaltar". Auf dem figurenreichen Bild blüht im Zentrum des Kampfes der guten und der bösen Mächte um die menschlichen Seelen ein Maiglöcklein. Es ist das Zeichen des in Christus ruhenden Heils, das am Platz der Entscheidung gewählt werden muss. Lange bevor das Christentum das Symbol in seinem Sinn beanspruchte, waren die medizinische herzstärkende Wirkung des Maiglöckchens bekannt, die auf zwei Glykosiden beruht. Die Ärzte des Humanismus (16. Jahrhundert), für die es noch das Hauptherzstärkungsmittel war (Vorsicht giftig!) erwählten es als ihr Berufs- Emblem. Man nannte es "salus mundi", das Heil der Welt. Der Arzt Ulisse Aldorandi liess sich mit Maiglöckchen und Lorbeer malen: Lorbeer, der dem Heilgott Äskulap für die Wirksamkeit seiner medizinischen Verordnungen verliehen worden war, Maiglöckchen als Symbol der Wirksamkeit von Medikamenten.

Schenken Sie Maiglöckchenduft zum Muttertag!

Ob als Strauss oder als Parfum: Maiglöckchenduft ist einzigartig. Zwar spielt dieser in der Aromatherapie eine untergeordnete Rolle, doch ist dies ein Geruch, der jeder schönen Frau ausserordentlich gut ansteht. Er verwandelt selbst von Natur aus weniger begnadete in begehrenswerte Aphroditen. Und in eine dieser Kategorien fällt sie sicher, unsere "beste Mutter aller Zeiten".

Am wichtigsten ist und bleibt aber die Symbolik: Liebe und Glück, das ist es sicher, was wir ihr wünschen.

 

20_Der Mensch - eine umgestülpte Pflanze

Rudolf Steiner, der Geistesforscher (1861 - 1925), war sicher einer der genialsten Pflanzenmagier unserer Zeit. Sein berühmter Satz: Der Organismus ist die Summe der Organe plus der Plan des Architekten - d.h. man kann keinen Menschen sezieren, um herauszufinden, ob er gescheit, ein liebenswerter Mensch, ein Heiler oder ein guter Klavierspieler war - lässt sich 1:1 auf die Pflanzenwelt übertragen.

Es ist seine geniale Entdeckung, dass eine Pflanze dann eine Heilpflanze ist, wenn sie in irgendeiner Weise eine Verzerrung, Verzeichnung, Abnormalität in Bezug auf die Dreigliedrigkeit Wurzel - Blatt - Blüte aufweist.

In Kombination mit seiner zweiten Aussage wonach Wurzelprozesse der Pflanzen den Kopfprozessen des Menschen, die Blütenprozesse den Stoffwechselvorgängen und die Blattprozesse den rhytmischen Abläufen im menschlichen Körper entsprechen, ergibt sich Folgendes:

Pflanzen mit enorm entwickelten Wurzel sind gut für Nervensystem, Hirn und Sinnesorgane (Baldrian, Karotte); Pflanzen mit überdimensioniertem Blattwerk helfen bei Problemen mit Blut, Blutkreislauf, Herz , Niere, Blase - Atmung, Lunge, Bronchien und der Haut (Brennnessel, Spitzwegerich); blüten- bzw. fruchtbetonte Pflanzen sind gut für den Bereich Darm- Magen- Eingeweide, Leber- Galle und Drüsen (Vogelbeere, Kümmel).

Entfernen Sie Ihre Warze mit der Blatt- Pflanze!

Nach Steiner ist also eine blattbetonte Pflanze unter anderem für die Heilung von Hautschäden (z.B. Warzen) verantwortlich. Das Schöllkraut mit dem enormen Blattwerk finden wir auf Schuttplätzen, an Wegen, Mauern und Waldrändern. Pflückt man die Blätter, so tritt ein goldgelber Saft aus. Diesen streichen wir unverdünnt auf die Warze. Durch die bräunliche Verfärbung ist sie nun zwar noch unansehnlicher, aber nach mehrfacher Anwendung sind wir dieses Übel endlich los!

 

 21_Die Kraft der Nahrung

"Lasst Eure Nahrungsmittel Heilmittel und eure Heilmittel Nahrungsmittel sein". Ein berühmter Satz, der nur im Zusammenhang mit einem zweiten zu verstehen ist: "Alles ist Gift, allein die Dosis macht's". Als im Hungerjahr 1918 die Witwe Dostojewskis in wilder Gier zwei frischgebackene Brotleibe hinunterschlang, zerbarsten ihr die Gedärme. Allein die Dosis macht's!

Die Getreidegräser sind aber eigentlich des Menschen wahre Lebensstütze. Weizen, Reis, Hirse, Roggen, Gerste - sie alle haben von Natur aus ein ausgewogenes Verhältnis der inneren Kräfte und können täglich genossen werden. Beim Gemüse handelt es sich, wie der Name schon sagt ("Zugemüse", also zum Mus gegeben) um eine Beilage. In ihm sind die Kräfte einseitig verteilt: Jeden Tag Spinat essen entzieht Zähnen und Knochen den Kalk - Spargel jeden Tag ruiniert die Nieren. Zum Glück bringt die Natur diese Produkte nur zu bestimmten Jahreszeiten hervor. Wer also im Einklang mit der Natur lebt, für den besteht keine Gefahr der Unausgeglichenheit. Eigentlich sollte deshalb auf die aus dem jahreszeitlichen Zusammenhang herausgefallenen Nahrungsmittel verzichtet werden - und: Einheimische Pflanzen sind "saisonal".

Bei den Gewürzen und Heilkräutern muss man noch mehr aufpassen als beim Gemüse. Sie wirken viel einseitiger - das ist es ja gerade, was sie heilen lässt. Am zimperlichsten aber ist mit Giftpflanzen umzugehen: hier wirkt oft ein Bruchteil eines Gramms tödlich.

Leben Sie im Einklang mit der Natur!

Unsere Überlegungen auf einen einfachen Nenner gebracht : Viel Stapelpflanzen (Getreide und Knollen), weniger - und nur saisongerechtes - Gemüse, kaum Gewürze und keine Giftpflanzen in den täglichen Speiseplan mit einbeziehen. Wenn Sie auch noch die Menge der Speise in einem vernünftigen Mass handhaben, kann Sie niemand daran hindern hundert Jahre alt zu werden...

 

22_Himmlische Düfte

Gerüche schliessen unsere Seele auf - und unsere Erinnerungen. Ein Hauch aus Grossmutters feuchtem Keller und schon sind ganze Geschichten wieder lebendig: die Ferien damals - mit Grossvater auf dem Feld, nachts die Mäuse neben und auf der Matratze, die allmorgendliche Hafergrütze mit Rösti,... Es sind nicht intellektuelle Dinge, die an die Oberfläche des Bewusstseins drängen, sondern etwas viel Tieferes: die Seele des Ortes manifestiert sich von Neuem. Durch die unmittelbare Wirkung auf unseren ältesten Gehirnteil regulieren Duftmoleküle psychische und physische Vorgänge. Schon manch einer hat durch eine Aromatherapie seine Gesundheit wieder erlangt.

Gerade in diesen "Jours d'odeur" sollten wir die Gunst der magischen Stunde nutzen. Nie mehr werden uns die Blütendüfte in grösserer Reichhaltigkeit umgeben. Was blüht doch alles: Beifuss, Boretsch, Brunnenkresse, Gundelrebe, Rosmarin, Salbei, Schafgarbe, Thymian, Waldmeister, um nur wenige zu nennen - das Paradies findet soeben auf Erden statt... Manche Düfte wirken schmerzlindernd, antibiotisch, aphrodisisch, harntreibend, andere verdauungsfördernd, tonisierend, stimulierend. Wer sich für die Wirkung einer speziellen Pflanze interessiert, nimmt ein einschlägiges Buch zur Hand. Viel ergiebiger ist es jedoch, den Wirkungen auf sich selber nachzuspüren.

Legen Sie sich doch wieder einmal in eine Wiese!

Vielleicht legen Sie sich aber eher an den Rand der Wiese, um Ihr gutes Verhältnis zum Bauern nicht zu trüben. Atmen Sie ruhig und tief ein und aus. Achten Sie bewusst auf Ihre Umgebung. Versuchen Sie nicht zu denken, sondern einfach da zu sein und die Natur in sich hineinfliessen zu lassen. Welche Farben, welche Düfte, welche Geräusche, welche Tastempfingungen! Erschrecken Sie nicht: Allein der Honigduft der Blüten wird Sie trunken machen und Ihrer Seele Flügel geben... So schön kann die Welt sein - und Sie sind mittendrin!

 

23_Die Kräuter der Frauen

In allen Kulturen wissen Frauen um Kräuter, mit denen sie sich schön und attraktiv machen können, mit denen sie den Mann betören und locken können. Sie kennen Pflanzen, die zu starke Regelblutungen mildern und die die Fruchtbarkeit fördern. Sie wissen um Gewächse, die die Geburt erleichtern, den Blutverlust verringern oder den Milchfluss anregen können. Wer sich wundernd nun am Kopf kratzt, der findet hier ein wenig Nachhilfeunterricht:

Bei Frauenkräutern tauchen in verschiedenem Umfeld immer wieder die gleichen Namen auf: Johanniskraut, das der jungfräulichen Maid im Schlaf den Liebsten zeigt, Beifuss, der auf den Brautschuh gestreut, Unholde abwehren soll, Schafgarbe, Kamille...

Als Universalmittel bei Frauenleiden kommen diese Pflanzen selbstverständlich auch medizinisch zu Ehren, vor allem im Bereich der monatlichen Regel. Stiefmütterchen und Rosmarin sind zu erwähnen, wenn es um die Gewinnung der männlichen Gunst, bzw. um die Steigerung der Fruchtbarkeit geht.

Kräuter spielen auch in der Schwangerschaft und bei der Geburt eine grosse Rolle. Himbeerblätter, duftende Kräuter wie Thymian und Minze und - Pfr. Künzlis Frauenmantel. Für genügenden Milchfluss sorgen zur Stillzeit Anis, Kümmel und Fenchel.

Auch kannten und kennen die weisen Frauen Rezepturen zur Verhütung und Abtreibung.

"Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib!"

Nahezu alle Frauenleiden sprechen sehr gut auf Spülungen und Sitzbäder mit Schafgarbenabsud an. Innerlich angewendet vermag der Tee die gleichen Beschwerden zu lindern. Überbrühen Sie einen Esslöffel getrocknete Schafgarbe (oder 3 EL frische) mit einem halben Liter kochendem Wasser, und lassen Sie den Tee 5 Minuten lang ziehen, bevor Sie abseihen. Sie verfügen damit über die empfohlene Tagesmenge, die Sie in kleinen Portionen über den Tag verteilt lauwarm trinken sollten.

 

24_Das Geheimnis der Linde

Eigentlich grenzt es nahezu an ein Wunder: Sie hat es geschafft: Sie ist in unserer Volksseele Baum der Bäume geworden.

Nicht die viel durchsetzungsstärkere, männliche, dem Kriegsgott Mars geweihte Eiche. Nein, die empfindliche, weiche, weibliche, im Standort- Wettkampf schnell unterliegende Linde. Lieblingsbaum von Pilzen, Bakterien und Käferlarven. Zum kurzen Leben verurteilt – und doch oftmals 1000 Jahre alt.

Und nicht nur dies: Das Lindenblatt war "immer schon" Zeichen des freien Gutsbesitzers, die Eichel dasjenige des Knechts.

Als "des Hl. Römischen Reiches Bienenweide" stand der Baum im Mittelalter unter strengem Bann. Verständlich: Honig war damals der einzige Süssstoff und Wachs brauchte es für Altarkerzen, Schreibtafeln und Siegel. Das Holz galt als heilig: Riemenschneider, Grünewald, Stoss und Barlach- sie alle gaben dem besten Schnitzholz Europas die nötige kirchliche Weihe.

Erstaunlich ist auch die Tatsache, wie stark die Linde immer wieder mit dem Schicksal der Menschen verknüpft war: Geburtsbaum, Schutz- und Orakelpflanze, Tanzbühne, Lustbaum, Gerichts- und Gemeindesaal, Sterbe- und Hexenbaum. Auf die Linde übertrug man bis ins 20. Jh. hinein Krankheiten mittels des geeigneten Spruchs - und zu Pestzeiten wurde diese an unseren Herzbaum gepflockt.

Kapieren und kopieren !

Warum solche Ehre für eben diese Pflanze? Die Lösung dieses Geheimnisses ist eng verknüpft mit der Lebensstrategie des Ätherbaums: Ältere Linden sind alle samt und sonders hohl. Dynamisch verjüngen sich dabei von innen heraus: Oberschenkeldicke Jungwurzeln suchen sich ihren Weg durch den Holzmulm im Innern der Röhre und graben sich hinein ins Erdreich. Und wenn diese Wurzeln anschliessend selbst neue Zweige und Äste anlegen, so wächst aus der alten Linde eine junge heraus: Phönix aus der Asche – oder ewiges Leben? Für die Bildung des Mythos in einer Zeit, in der Alter und Weisheit Synonyme waren, genügte dies.

 

25_Depressionen ade

Mutter Natur lässt gegen Depressionen allerlei Kräuter wachsen: Arnika, Baldrian, Hopfen, Melisse, Rauwolfia. Aber keines lässt soviel Sonne in unser Gemüt, wie das Johanniskraut, das in diesen Tagen seine grösste Wirksamkeit entfaltet. Kräfte, die das Dunkel in unserem Innern bannen.

Wenn wir das Johanniskraut zwischen den Fingern reiben, so tritt ein Saft aus, rot wie das Blut des Johannes, wie die Legende sagt.

Das Johanniskraut hat die Kräfte des Lichts tief in sich eindringen lassen und kann sie nun an uns weitergeben. Es kann uns helfen, damit wir uns dem Licht öffnen. Wenn unsere Seele dunkel und schwer ist, wenn wir nur noch "schwarz sehen", dann kann diese Pflanze unser Gemüt erhellen. Johanniskraut gehört zu unseren besten antidepressiven Heilpflanzen.

Das Vorhandensein dieser Lebens- und Sonnenkräfte wird übrigens durch die heutige Wissenschaft bestätigt: das Hypericin, regt unseren Zellstoffwechsel an; der rote Farbstoff aktiviert die Zellatmung und gibt Sauerstoff an die einzelnen Zellen ab.

Machen Sie sich Ihre eigene Johanniskraut- Tinktur

Man sammelt das Johanniskraut, wenn es in seiner vollsten Blüte steht, denn das Hypericin ist nur in den Blüten enthalten. Man zupft die Blüten ab und füllt mit ihnen ein dunkles Schraubglas. Anschliessend übergiesst man sie mit 45 prozentigem Alkohol, so dass alles gut bedeckt ist und verschliesst das Glas. Es wird für ca. 3-4 Wochen an der Sonne stehen gelassen. Gelegentlich schütteln. Nach dieser Zeit seiht man die Flüssigkeit ab und füllt diese in dunkle Tropfflaschen.

Auch als Tee kann die Pflanze unser Gemüt erhellen. Tee (2-3 Tassen täglich) und Tinktur (3 mal 20 Tropfen) stärken die Nerven, helfen bei Erschöpfung und Kopfschmerzen.

Mit Baldrian gemischt wirkt Johanniskraut sehr gut gegen Schlaflosigkeit.

 

26_Sie liebt mich, sie liebt mich nicht

Sogenannte Rupfblumen waren früher nicht nur bei den Kindern beliebt. Manch junges Mädchen, und auch manch junger Bursche orakelte früher mit Margeriten, Gänseblümchen und anderen Korbblütlern. So wurde die Pflanze um Auskunft für den künftigen Beruf angegangen: "Edelmann, Bettelmann, Bur" bei den Jugendlichen männlichen Geschlechts, "heiraten, ledig bleiben, Klosterfrau" bei den weiblichen. Die Alten fragten, wie es denn mit der ewigen Seeligkeit bestellt sein: "Himmel, Hölle, Fegefeuer".

Vor allem aber die Liebenden, wie Fausts Gretchen in Goethes Gartenszene, pflegten den Akt des Blumenrupfens: "Er liebt mich, er liebt mich nicht". Eine altdeutsche Schrift meint: "Wer Rupfblumen trägt, ungerupft, der weiss nichts besonderes an seinem Liebsten,..." In Ostpreussen orakelten die Jungfrauen: "Der Erste tut's um die Dukaten, der zweite um ein schön Gesicht, der Dritte weiss sich nit zu raten, der Vierte, weil Mama so spricht. Der Fünfte fühlt sich so allen, der Sechste will doch auch mal frein, der Siebt und Achte sind so dumm, sie wissen selber nicht warum".

Nicht nur mit Rupfblumen wollte man den Schicksal in die Karten sehen. Auch sogenannte Pusteblumen hielten dafür her. Wenn ein verblühter Löwenzahn beim Ausblasen seiner "Flugfrüchte" einen weissen Blütenboden hinterliess, war dies ein sicheres Zeichen für gut, ein auch nur annähernd schwarz verfärbter bedeutete schlecht. In gleicher Weise verfuhren auch die Bündner Bauern mit dem Entfernen der Früchte aus dem Habermark (Wiesenbocksbart).

Befragen Sie Ihr Schicksal!

Die Natur ist voller Wunder und Magie. Lassen wir uns doch bezaubern davon. Scheuen wir uns nicht davor, selber die "Lichtlein auf der Wiese" auszublasen oder eine Rupfblume zu bemühen, wenn eine Entscheidung ansteht, deren objektive Argumente weder eindeutig ein Ja, noch ein Nein erkennen lassen. Vielleicht gibt es ja gar keinen Zufall...

 

 27_Der Garten der Hekate

Verlassen wir den wohlbestellten Garten. Wandern wir in die Wildnis, wo kein Pfarrer Brot und Wein segnet hin zum verwunschenen Zaubergarten der Hekate mit ihren Giftpflanzen. Die dunkle Vegetationsgöttin schickt den Menschen Irrsinn und Tod.

An erster Stelle der folgenschweren Vergiftungen steht der Knollenblätterpilz, den man leicht mit dem Champignon verwechselt. Wenn sich nach 8 bis 40 Stunden die Vergiftungserscheinungen einstellen, ist es zu spät: Leber und Nieren sind irreparabel zerstört.

Die Familie der Doldenblütler liefert den gefleckten Schierling, dessen Saft dem gotteslästernden Vernunftmenschen Sokrates als Todesurteil verordnet wurde...und die Hundspetersilie, die häufig als Gartenunkraut wächst.

Nachtschattengewächse, wie die Tollkirsche oder das Bilsenkraut mit dem ekelhaften, rohen Geruch und den klebrigen, zottig behaarten Blättern warten mit Übelkeit, Wahnsinn, Muskelstarre und Koma auf.

Auf feuchten Wiesen begegnen wir Pflanzen, die trotz ihres freundlichen Grüns Hautbrennen, Blasen und Geschwüre verursachen: Hahnenfüsse, Troll- und Dotterblumen, Rittersporne und Windröschen. Aber kein Hahnenfuss kann den Eisenhut an Giftigkeit übertreffen. 2- 4 Gramm der frischen Wurzel töten einen Erwachsenen. Zu den besonders giftigen Pflanzen gehören auch einige Liliengewächse. Die Herbstzeitlose enthält eine Substanz, die die Zellteilung hemmt. Schon 5 ihrer Samen sind tödlich. Das Maiglöckchen und der Weisse Germer sind Mordgifte, mit denen man einst Pfeile präparierte.

Lernen Sie unsere giftigsten Pflanzen kennen!

Nehmen Sie ein Bestimmungsbuch zur Hand und schlagen Sie die Pflanzen nach. Nachtschatten, Doldenblütler, Lilien, Hahnenfüsse und die Pilze - der angehende Kräutermensch kenne sie gut, dass sie niemandem ein Leid antun!

 

28_Die Blumensprache – Sprache der Liebenden

Früher hatten Liebende nicht so wie heute die Möglichkeit, sich ungezwungen zu treffen – es ging züchtig zu. Und so legten sie ihre innigsten Geständnisse, Klagen, Wünsche und Bitten in ihre Blumensträusse. Die Blumen waren der Code für das, was man sagen oder fragen wollte, aber nicht auszusprechen wagte. Diese Kommunikationsform erfuhr im Laufe der Zeit eine derartige Verfeinerung dass ihr umfangreiches Zeichensystem wie eine Fremdsprache gelernt werden musste. Manche Bedeutungen waren sehr präzise, andere liessen mehr Spielraum offen. Alles hatte aber seine feinsinnige Bedeutung – eine nach rechts gebundene Schleife meinte den oder die Beschenkte, nach links gebunden galt die jeweilige Aussage dem Geber. Steckte die Dame ihre Antwortblume ins Haar, so bedeutete dies Ablehnung, an den Busen dagegen Zusage.

Lassen Sie die Blumen sprechen!

Was bedeutet nun welche Blume?

Schauen wir uns einige Beispiele in der gegenwärtigen Vegetationsphase an:

- Brennessel: ich habe dich durchschaut

- Geranie: ich erwarte dich an der bekannten Stelle

- Kamille: du entrüstest mich mit deiner Eifersucht

- Klette: du bist mir zu anhänglich

- Kornblume: ich gebe die Hoffnung nicht auf

- Lavendel: ich werde mein Ziel bestimmt erreichen

- Lindenlaub: träume süss und denk an mich

- bittersüsser Nachtschatten: deine Eifersucht ist unbegründet

- Margerite: lass mich in Frieden

- Nelke (rot): ich liebe dich heiss

- Nelke (weiss) ich bin noch zu haben

- Pfefferminze: verzeihe mir

- Quecke: gib mir eine Chance

- Schafgarbe: ich habe Geduld

- Schilf: entscheide dich endlich

- Salbei: ich denk an dich

- Wegwarte: ich warte ganz innig auf dich

- Weidenzweig: bin ich dir nicht gut genug?

- Weinlaub: wollen wir heute abend ausgehen?

- Winde: mich wirst du nicht los

- Zwiebel: du bist falsch

 

29_Zaubersprüche

"Bein zu Bein, Blut zu Blut, Glied zu Gliedern, so seien Sie fest gefügt", heisst es in einem der Merseburger Zaubersprüche, jenem Überbleibsel mysto- germanischer Vergangenheit. In allen traditionellen Kulturen erleben wir, dass das Sammeln und Anwenden von Pflanzen zum Zwecke der Heilung von Gebeten, Liedern und Sprüchen begleitet ist. Die Pflanze wird dabei meist als Person angesprochen, mit der der Kranke in Beziehung gebracht wird.

Der Beifuss zum Beispiel wurde mit folgendem Zauberspruch zum Heilen aufgerufen: "Gedenke du, Beifuss, was du versprachst; was du verrichtetest als ruhmvolle Kunde. Una heissest du, älteste der Würze! Du überwindest Dreie und Dreissige, du überwindest Eiter und Anfälle, du überwindest Leidkraft, die über Land fährt."

Und beim Wegerich sang man im Zauberton: Du Wegebreite, der Würze Mutter. Nach Osten offen, nach Innen mächtig! Über dich Räder rollen, über dich Frauen fahren, über dich Bräute sich breiten, über dich Stiere stampfen. Allen widerstandest du und widerstehst du. So widerstehe Eiter und Anfällen und der Leidkraft, die über Land fährt."

Überhaupt scheint die Art, den Zauberspruch herzusagen oder herzusingen eine wesentliche Rolle zu spielen. Jede Pflanze soll dabei eine besondere "Melodie" ihr eigen nennen...

Pflücken Sie singend Ihre Heilpflanze !

Experimentieren Sie mit folgendem "Zauberspruch" der heiligen Hildegard von Bingen:

"O edelstes Grün, du wurzelst in der Sonne, strahlst auf in leuchtender Helle. In einem Kreislauf, den kein irdisches Sinnen begreift. Du bist umfangen von den Umarmungen der Geheimnisse Gottes. Du schimmerst auf wie Morgenrot! Du glühst in der Sonne Flammen! Hilf mir in meinem Leiden. Du hast die Kraft dazu – ich glaube an dich!"

Experimentieren heisst variieren: Tonlage, Melodie, Lautstärke. Aber Vorsicht! Es könnte sein, dass Sie die Welt neu entdecken!

 

30_Keltenbäume

Die Kelten kannten vier grosse Jahreszeitenfeste: Samhain, Sommerende und Neujahrsbeginn, am 1. November - Imbolc, das Frühlingsfest am 1. Februar - Beltene, das Feuerfest, der Auftakt zur Sommerzeit am 1. Mai (Walpurgisnacht) und Lugnasad, das grosse magische Dank- und Beschwörungsfest vor der Ernte, am 1. August.

Wohl kaum ein Zufall, dass die helvetischen Eidgenossen als direkte Erben der Kelten ihren Nationalfeiertag auf den ersten August verlegten.

Pflanzen, vor allem die heiligen Bäume, spielten bei diesen Feierlichkeiten eine grosse Rolle. Weiheinschriften an Baumgötter, wie den Eichengott, Buchengott, Ebereschen- und den Apfelgott sind häufig.

Aber auch Esche, Birke, Eibe, Hasel, Holunder ,Schlehe, Stechpalme und Ulme sind als heilige Bäume für die keltischen Gebiete belegt. Diese Lebensbäume formten zwischen Himmel und Erde einen Mikrokosmos, der in seiner Übersichtlichkeit den Menschen das Gefühl von Zusammenhalt und Schutz gab. Sie galten zudem als unsterblich. Nicht verwunderlich, dass Zeremonien aller Art mit bzw. unter diesen Bäumen stattfanden.

Die Todesstrafe wurde dann ausgesprochen, wenn jemand eine Hasel, einen Apfelbaum oder einen Haselnussstrauch fällte.

Wandern Sie zum Nemeton, dem Mittelpunkt der Welt

Auch die Quellen und ihre Umgebung galten als heilige Orte, denn hier berührten sich nicht nur Erde und Himmel, sondern man konnte auch mit den lebendigen und fruchtbaren Kräften in Verbindung treten, die geheimnisvoll aus dem Mittelpunkt der Erde emporstiegen. Heilige Bäume in Verbindung mit Quellen galten als Tor zur Anderswelt, Orte, an denen sich zu bestimmten Zeiten Lebende und Tote begegneten, Weltmittelpunkte. Solche Nemetons finden sich heute noch in unserer nächsten Umgebung. Wandern sie doch einmal den Techenwiesweg von Flawil nach Magdenau hoch...

 

31_Der grüne Daumen

Im Norden Schottlands, wo eisige Winde von der Nordsee her blasen, pflanzten die Leute von Findhorn ihren wunderbaren Garten, in dem Kohl auf sandigem Boden bis zu zwanzig Kilogramm schwer wurde und der Rittersporn zweieinhalb Meter in die Höhe schoss.

Aber es gibt sie auch bei uns: Die Menschen mit dem Grünen Daumen. Welches ist ihr Geheimnis?

Ein Bekannter – ein überaus erfolgreicher Gärtner – gestand mir unlängst flüsternd und unter vorgehaltener Hand: "Ich rede oft mit den Pflanzen, um eine Ausstrahlung der Liebe zu erzeugen. Diese Liebe wird dabei eine real wirkende Kraft, ein Ding, mit dem man in den Lauf der Geschehnisse eingreifen und echte Wunder vollbringen kann. Die meisten "intellektuellen Gärtner" glauben das nicht. Deswegen haben sie auch wenig Erfolg".

Ich bin überzeugt, dass der Mann die Wahrheit sprach - die tiefe Freundschaft zu den Pflanzen ist der wahre Grund für das erfolgreiche Arbeiten mit ihnen.

Werden Sie Gärtner/ -in des Jahres

Liebe ist also das Geheimnis des grünen Fingers. Aber auch Geduld. Ersetzen Sie bei der Pflege Ihrer grünen Freunde zukünftig einen Teil des (gutgemeinten) Stickstoffs, Kaliums und Phosphors durch Zuwendung, Umsicht, Bewunderung, Freude und Dankbarkeit für die kleinste positive Veränderung, Vertrauen und Zuversicht. Mit dem Verständnis für das Ihnen anvertraute Wesen wächst auch Ihr eigenes Verständnis für die Natur und die Rolle des Menschen im allgemeinen, den Standort Ihrer Person im besonderen darin. Das bedeutet wiederum Integration und Akzeptanz in einem harmonisch konzipierten Ganzen. Und in Bezug auf Ihr gärtnerisches Wirken: Erfolg.

Aber – überfordern Sie sich nicht. Vielleicht beginnen Sie erst Mal mit Freundschaft Nummer 1 – und – seien Sie vorsichtig mit Ihren Wünschen und Ansprüchen an die Pflanze, denn eines Tages werden sie sich erfüllen...

 

32_Das Kräuterbüschel

Früher hing in jedem Bauernhof am rauchgeschwärzten Hahnenbalken ein Kräuterbüschel, ein Strauss getrockneter Pflanzen, der im Sommer gepflückt wurde. Der Johannistag (24. Juni) und der 14. August (der Tag vor Maria Himmelfahrt) waren dazu günstige Zeitpunkte. Alle Pflanzen waren dann mit der vollen Glut der Sonne getränkt. In der Mitte des Büschels musste eine Sonnenpflanze sein: Sonnenblume, Alant, Ringelblume, Königskerze oder Johanniskraut. Man unterschied das Johannisbüschel mit 7 Kräutern, das 15er- beziehungsweise das Neuner- Büschel. In den vier heiligen Rauhnächten vor dem Thomastag, vor Weihnachten, Neujahr und dem Dreikönigsfest ging der Bauer damit zur Reinigung durch Haus und Stallungen. Manchmal wurden die Kräuter auf Holzkohlenglut in der kupfernen Pfanne mit langem Stiel verbrannt. Dieses Kräuterbüschel musste am 14. August vor Sonnenuntergang und ohne Messer gesammelt werden, da ihm das Eisen die Kraft entzogen hätte.

In der Mitte befand sich der Alant, der goldgelbe Wotanskopf, die Pflanze des Atems. Umrahmt wurde dieser von Wasserdost, Baldrian, Beifuss, Eberraute, Wermut, Waldmeister, Bittersüssem Nachtschatten und Rainfarn. Manchmal kam auch die Schafgarbe und die Weinraute dazu.

Schlafen Sie gut - Sie haben es sich verdient

Bei der Herstellung eines Kräuterbüschels muss man nicht unbedingt die genannten Pflanzen verwenden. Es ist aber in jedem Fall ein guter Brauch, im Winter einige getrocknete Kräuter zur Reinigung im Haus zu haben, ob man sie nun auf Holzkohle verbrennt oder nicht. Eine durchgehende Harmonisierung Ihrer häuslichen Atmosphäre und einen gesunden tiefen Schlaf erreichen Sie, wenn Sie ein zu Ihrem Horoskop passendes Kräuterbüschel (oder eben das traditionelle Kräuterbüschel) über Ihr Bett hängen.

 

33_Von Elfen und Nachtschratten

Kein Holzgewächs spielt (vielleicht einmal abgesehen von Buchs und Eibe) eine derart grosse Rolle in unserem Denken in Bezug auf Elementarwesen wie der Holunder.

Der Busch ist in erster Linie der Sitz von Frau Holle, der Vegetationsgöttin mit ihrem Elfenvolk. Als Schicksalsherrin belohnt sie die Verstorbenen je nach ihren Taten mit Pech oder Glück im nächsten Leben (Grimm). Die Vorstellung, dass die Vegetationsgöttin zugleich Totengöttin ist, steht im archaischen Denken damit im Zusammenhang, dass beides, Himmel und die Unterwelt als die "Anderswelt" gelten. Von dort kommt und dorthin geht alles.

Der schwarze Holunder ist in der Mythologie Schwellenbaum. Er schützt die Wesen, die auf der Erde Leben vor dem Übergriff der Wesen, die in der Erde leben. Man sagte ihm nach, dass er die schlechten Kräfte an sich ziehe und dort, wo er gedeihe, die nahen Bewohner vor Unglück schütze. Aus dieser Überzeugung heraus und mit der Bedeutung des Feuers zusammen galt noch lange Zeit die Regel, dass er niemals böswillig umgehauen und sein geschnittenes Holz nicht verbrannt werden dürfe. Andernfalls würden die vom Strauch gebundenen Kräfte auf den Übeltäter übergehen. Das Holz soll der Erde übergeben werden, damit die Kräfte wieder in die Dunkelheit zurückkehren können.

Der Holler scheint eine enge Verbindung zur Erde und zu den Erdkräften zu haben. Diese schmeckt man in den Beeren. Wer eine Nacht unter einem Busch verbringt, der kann seine Energien und Kräfte spüren und die Nähe von Gnomen, Kobolden und Nachtschratten erleben. Diese können einmal gut gelaunt und witzig sein, ein andermal als mutwillige Plagegeister erscheinen.

Vertreiben wir die Plagegeister

Der Baum vertreibt aber auch Plagegeister. Er kann als mäusevertreibendes Mittel eingesetzt werden. Die Blätter werden dazu in die Gänge der Mäuse gestopft und das Holz in dier Nähe der Eingänge in den Boden gesteckt. Analog können wir mit Erfolg auch im Haus vorgehen.

  

34_So heilt Gott

Von Hildegard von Bingen (Äbtissin, 12. Jahrhundert), der bekanntesten aller Mystikerinnen, ist bekannt, dass sie in ihrem 80-jährigen Leben bei vollständiger Wachheit Tag und Nacht Botschaften in einer Art "himmlischem Fernsehapparat" vor Augen hatte, welche sie in Text und Bild eins zu eins in ihre Schriften übernahm. Die Seherin verfasste auf diese Art religiöse, lebenskundliche, psychotherapeutische und naturwissenschaftliche Lehrbücher. Auch ein Liederbuch ist überliefert.

Genau 7 Jahre brauchte sie für die Verfassung ihres 2-bändigen Medizinwerks, obwohl sie weder Medizin studierte noch ausübte. Nie vorher und nie nachher hatte sie sich mit Medizin (oder Chemie) befasst!

Ihre Medizin ist so modern, dass heutige Forscher erst mit den raffiniertesten Apparaturen und Messmethoden ihre vor 900 Jahren in einem einzigen Guss niedergeschriebenen Zusammenhänge zwischen Krankheitsursache und Krankheitsbild schrittweise nachvollziehen und bestätigen können. Hildegard kannte aber damals auch schon die Heilmittel für die entsprechende Krankheit und erklärte nebenbei deren Wirkungsmechanismen. Die Zahl der "Heilmittel Gottes" reicht an 2000 heran.

Und das schönste von allem: Sie heilen wirklich. Dr. Gottfreid Hertzka, der Hildegard – Mediziner: "Es stimmt, was sie so bescheiden niedergeschrieben hat, Satz für Satz, Wort für Wort – unmöglich Menschenwerk!"

Stärken Sie Ihr Herz mit Hildegardwein

Hildegard kennt 35 Herzmittel. Das bekannteste ist sicher ihr Herzwein:

8 grosse Petersilienbüschel in 1 Liter Wein mit 1-2 Esslöffel Weinessig 10 Minuten lang kochen. Hernach 300g Honig zugeben und nochmals 5 Minuten lang leicht köcheln lassen. Heiss abseihen und abfüllen. Der Wein hält sich sehr lang. Er ist bei allen Herzleiden speziell bei Herzstechen und Herzschwäche esslöffelweise einsetzbar.

 

35_Magische Pflanzenvermehrung

Die bekannten Pflanzenarten vermehren sich meist geschlechtlich fort, das heisst: sie lassen ihre weiblichen Fruchtblätter durch Pollen mittels Tieren oder Wind bestäuben. Es entstehen Früchte, die ihren Fortbestand sichern. Viele dieser "normalen" Pflanzen halten sich aber noch ein Hintertürchen zur Vermehrung offen:

Bei verschiedenen Arten sind die Stengel, Blätter oder Wurzeln fähig, Knospen zu bilden, aus denen sich neue Pflanzen entwickeln. Damit stehen sie im krassen Gegensatz zu den Tieren, die im Normalfall höchstens gewisse "Reparaturen" in Form von Wundheilung vornehmen können.

Pflanzen sind aber oft in der Lage, sich auch ungeschlechtlich fortzupflanzen. Dabei sind sie recht erfinderisch. Bekannt sind die oberirdischen Ausläufer der Erdbeere und die unterirdischen der Kartoffel. Auch bildet die Brombeere überall dort eine neue Pflanze aus, wo ihre Triebspitze den Boden berührt. Vielleicht kennen Sie das lebendgebärende Alpenrispenkraut, die Brutknöllchen des Scharbockskrauts oder die Brutzwiebeln des Wunderlauchs. Dass aber Pflanzen durch blosses Einstecken eines Astes in sandhaltige Erde eine neue Pflanze hervorbringen, grenzt nahezu an Magie (Forsithie, Johannisbeere, Weide,....)

Zaubern Sie mit Efeu- Stecklingen

Unser Efeu beginnt erst mit fortgeschrittenem Alter Blüten zu entwickeln. Die Blätter verlieren in dieser Phase die typische gelappte Form und werden eiförmig. Wenn wir Stecklinge davon in den Boden stecken, so erhalten wir von Anfang an geschlechtsreife Pflanzen.

Vorgehen: Beblätterten Zweig mit einem scharfen Messer knapp unterhalb eines Blattes abschneiden, Blatt entfernen, zwei Blätter stehen lassen, Ästchen oberhalb der beiden Blätter durchtrennen. Bis zum ersten Blatt in einen Topf mit angefeuchteter Erde stecken. Plastikbeutel darüberstülpen, ein paar Wochen warten. Fertig. Sie haben Jahre der Entwicklung einfach weggezaubert...

 

36_Das Tier in der Pflanze

Im blühenden Pol berührt die Pflanze die Tiersphäre. Wie ein tierischer Organismus hat die Blüte kein Lebensgrün. Sie sitzt wie ein bunter Schmetterling oder ein schillernder Käfer auf der Pflanze und ernährt sich von der Kraft der grünen Teile. Die sonst ganz nach aussen gerichtete Pflanze versucht sich ansatzweise ein tierhaftes Hohlorgan zu bilden. Ganz besonders ist dies bei den Lippenbüten gelungen. Sie haben ein klares Vorn und ein Hinten. Wenn man sie mit Wachs ausgiesst, hat der Abguss die Form eines Bienenköpfchens.

Das Tierhafte der Blüten äussert sich auch in einem speziellen Stoffwechsel, der Verbindungen erzeugt, die sonst nur Tiere hervorbringen: Sexualhormone, Düfte der Verwesung, um Käfer und Schmeissfliegen anzulocken, aber auch Nervenbotenstoffe und Nebennierenhormone sind zu finden.

Verschiedene Pflanzen ernähren zudem ungeniert von Tierkadavern.

Tierhaftigkeit finden wir auch in Bewegungen. Die Blütenblätter der Tulpe öffnen und schliessen sich mit der Tageszeit. Kriecher, wie die Gundelrebe wandern mittels ihrer Auslläufer zu Standorten, an denen sie bessere Bedingungen vorfinden. Wenn ein Insekt die Staubblätter der Zimmerlinde berührt, so schnellen diese hoch. Manche Staubbeutel, wie die der Brennnessel explodieren förmlich. Bei der Verbreitung ihrer Samen werden die Pflanzen noch erfinderischer, denken wir nur an das Rühr-mich-nicht-an.

Machen Sie "Jagd" auf die Tiere der Pflanzen!

Gehen Sie mit offenen Augen durch die Natur. Schauen Sie sich die Spinnenhaftigkeit eines stinkenden Storchschnabels einmal genauer an. Verfolgen Sie das Öffnen der Nachtkerze exakt ½ Stunde nach Sonnenuntergang. Beobachten Sie das Entstehen einer Galle an einem Eichenblatt . Spüren Sie dem Verwesungsduft eines Aronstabs nach oder dem lockenden der meisten Blütenpflanzen. Fassen Sie bewusst wieder einmal eine Brennnessel, die das Bienen"gift" Ameisensäure enthält, an. Imker haben kein Rheuma...

 

37_Schmarotzer & Co.

Wie bei den Tieren findet auch im Pflanzenreich ein ausgeprägter Konkurrenzkampf statt. Im Wesentlichen geht es darum, einen günstigen Lebensraum mit der notwendigen Nahrung und gleichzeitiger Sicherung für die Nachkommenschaft zu erobern. Sieht man einmal von Pilzen und Flechten ab, so kann man sagen, dass eine ausreichende Ernährung durch die Ausbildung von Blättern (für die Produktion von Zucker oder Stärke) und Wurzeln (für die Aufnahme von Wasser und Mineralsalzen) gewährleistet ist. Im Verlauf der Evolution waren verschiedene Pflanzen aber wegen des Konkurrenzkampfs "auf normalen Wiesen" gezwungen in weniger günstige, dünn besiedelte Lebensräume auszuweichen. Die Pflanze musste dabei allerdings in der Lage sein, sich die fehlenden lebensnotwendigen Nährstoffe auf anderem Weg zu besorgen. Für manche gab es nur eine Möglichkeit: Andere mit den nötigen Nährstoffen versehene Organismen mussten her – tot oder lebendig, freiwillig oder mit Gewalt.

So finden wir Pflanzen mit Bakterienknöllchen, Pilze, die mit Pflanzen zusammenleben, Parasiten (ohne Gegenleistung) und fleisch- bzw. insektenfressende Pflanzen. Bekannte Beispiele für diese Art der Ernährung sind der Frauenschuh, verschiedene Orchideen, z.B. Knabenkräuter und Ragwurze, der Augentrost, der Klappertopf, die Mistel, die Sommerwurz oder der Sonnentau.

Sehen sie Bohnen und Erbsen mit anderen Augen!

Fast alle Hülsenfrüchtler, zu denen Erbsen, Bohnen, Klee oder Lupinen zählen, pflegen mit Bakterien zusammenzuleben. Durch Wucherungen in der Wurzel, die die Wirtspflanze zur Verfügung stellt, entstehen Wohnraum und Speisekammer für Bakterien zugleich. Aber es gibt nichts umsonst: Die Untermieter haben ihren Preis zu zahlen. Die Wirtszellen beginnen nämlich nach kurzer Zeit, die Mehrzahl der Bakterien zu verdauen, da sie als Ernährungsspezialisten auf den durch die Bakterien verwertbar gemachten Stickstoff angewiesen sind.

 

38_Pflanzen, die andere brauchen

Wir haben in den letzten beiden Artikeln ein Bild der Pflanze im Überlebenskampf vor Augen geführt erhalten. Sicher: Während Sprossparasiten (z.B. Mistelgewächse) besonders in Nordamerika beachtliche forstwirtschaftliche Schäden anrichten können, werden in zahlreichen Ländern besonders durch Wurzelschmarotzer landwirtschaftliche Erträge in erheblichem Masse bedroht.

Man hätte aber die Artikel allerdings mit dem Satz abschliessen müssen, dass in den meisten Fällen unklar ist, in welcher Art und Weise der "Gesellschaftspartner" auch vom anderen profitiert. Man kann heute davon ausgehen, dass die grösste Zahl der Landpflanzen in einer positiven Gemeinschaft mit Pilzen lebt (auch Nadelbäume wie Fichten, Tannen, Kiefern und Lärchen, und Laubbäume wie Eichen, Weiden, Birken und Buchen) und damit einerseits von einer zusätzlichen Wasserversorgung und andererseits von dem Umstand profitiert, dass der Pilz in grossen Tiefen noch Mineralsalze löslich machen kann. Dafür wird er mit wichtigen Kohlenstoffverbindungen, die er selber nicht aufbauen kann, versorgt. Die Symbiose kann sogar soweit führen, dass verschiedene Pflanzenarten ohne Pilze gar nicht überlebensfähig sind. Dass die Pflanzenwelt auch auf die Tiere angewiesen ist, bedarf meines Erachtens keiner weiteren Erklärung. Denken Sie nur an die Bestäubung...

Gehen Sie wieder mal "i d'Schwümm"!

Wenn wir den Grundsatz beherzigen, dass wir an einem Sammelplatz nur wenige Pflanzenexemplare mitnehmen, können wir von dieser Symbiose schadlos profitieren. Noch finden wir genügend Pilze, um uns für die Küche einzudecken: Ritterlinge, Feld- und Wiesenchampignons, Schwefelköpfe, Täublinge, Röhrlinge, Steinpilze, Stäublinge und Pfifferlinge. Sammeln Sie aber nicht wahllos drauf los: Es gibt sehr gute Bestimmungsbücher – und – nicht alle Pilze sind essbar...

 

39_Wie der Herbst die Farben mischt

Wenn mich jemand in meiner Kindheit gefragt hätte: Was ist für dich magisch an der Natur? – und vorausgesetzt ich hätte mit dem Wort "Magie" etwas anfangen können – so wäre die Antwort wie aus der Pistole geschossen gekommen: Die Farben des Herbstes.

Unspektakulärerweise lässt sich dieses Farbenspiel naturwissenschaftlich recht gut erklären: Bevor das Laub abgeworfen wird, erfolgen Abbau und Rücktransport eines Grossteils der verwertbaren Stoffe ins Innere des Lebewesens.

So entsteht Gelb nach dem Abbau des grünen Farbstoffs Chlorophyll, wenn die schon vorher im Blatt enthaltenen gelben Farbstoffe, wie Karotin oder Xantophyll allein übrigbleiben. Leuchten die Blätter rot, so sind in ihnen noch Zuckerreste enthalten, die mit den sogenannten Flavonen zu dem roten Farbstoff Anthocyan aufgebaut werden. Auch die Farbtöne braun und schwarz können naturwissenschaftlich problemlos erklärt werden.

Gottseidank gibt die Frage nach dem "Warum" doch noch etwas Mystik her. Sicher müssen die Blätter weg, denn sie würden im Winter erfrieren und wären unter der Schneelast eine Gefahr für Bäume und Sträucher. Und aus chemisch –physiologischen Gründen ist der herbstliche Laubfall unerlässlich, da auch ein Blatt alt und verbraucht wird. Schliesslich hat es keine Möglichkeit Stoffwechsel- Endprodukte wie wir, durch eine Niere auszuscheiden.

Aber was nicht erklärt wird: Weshalb diese Farben? Es ist wie wenn die Natur ein letztes Feuerwerk für uns anzünden wollte, um sich dann endgültig in den Winter zu verabschieden.

Lassen sie sich die Farben nicht stehlen!

Geniessen Sie die Farbenpracht. Saugen Sie ihre Wärme tief in sich ein. Nutzen Sie die Blätter für Gestecke, Tischdekorationen und Collagen. Machen Sie Photos und Poster. Malen Sie. Denn – vielleicht brauchen wir diesen Seelenbalsam ja, um uns auf den kahlen Winter einlassen zu können...

 

40_Der Mond in den Sternen

Die alten Babylonier gliederten die Bahn von Planeten und Sonne in 12 gleichmässige Teile und gaben uns damit den Tierkreis. Die Sonne durchwandert diesen innerhalb eines Jahres. Die alten Sternenpriester des Zweistromlandes erkannten, dass aus den 12 Regionen unterschiedliche Kräfte auf die Erde herunter pulsierten und man gab ihnen Namen, die diese Kräfte symbolisieren. Empfindsame Menschen spüren diese Auswirkungen auf Mensch, Tier und Pflanzen. Maria Thun, die "Hohepriesterin der bio-dynamischen Landwirte", glaubt zudem durch Beobachtung und statische Aufzeichnungen den Einfluss des Mondes in diesen Sternzeichen bestätigen zu können.

Gärntern Sie mit Mond und Sternen

Man unterscheidet Erd-, Wasser-, Luft- und Feuersternzeichen (gemäss der Aufzählung der "Ur"stoffe nach dem Griechen Empedokles).Nach Maria Thun gehört nun der Mond in Erdzeichen (Steinbock, Stier, Jungfrau) den Wurzeln: Das heisst , dann werden Wurzelpflanzen gesät, gepflanzt, gehackt, und geerntet. Beim Mond in den Wasserzeichen (Fische, Krebs, Skorpion) ist das Säen, Hacken und Pflegen von Blattpflanzen, düngen und der Heckenschnitt angezeigt. Feuerzeichen (Widder, Löwe und Schütze) sind die Domäne der Fruchtpflanzen, was neben den erwähnten Gartenarbeiten auch Obstreiser schneiden, Obst veredeln im Widder, Obstgehölze auslichten und Obststecklinge bewurzeln im Löwen bedeuten kann. Analog gilt das gleiche für Blütenpflanzen in den Luftzeichen (Wassermann, Zwillinge, Waage). Im Wassermann werden Schnittblumen geerntet, in den Zwillingen Ziergehölze geschnitten, Stecklinge von Blütenpflanzen gezogen und in der Waage Trockenblumen geschnitten.

Wie soll man aber wissen, wann der Mond in welchem Sternzeichen steht? Nun, darüber gibt uns die Tabelle in den Bezirksanzeigern Flawil, Degersheim und Mogelsberg jeden Freitag seit rund einem halben Jahr Auskunft.